Saisonzusammenfassung 2010/11 Teil 1

Die Saison 2010/11 ist zu Ende, wobei die Mannschaften der Tischtennisabteilung des SV Seulberg leider zwei Abstiege zu beklagen haben. Dagegen ist die Entwicklung im Nachwuchsbereich durchaus positiv. Hier zunächst der erste Teil der Zusammenfassung (1.-3. Herrenmannschaft):

Die erste Herrenmannschaft erreichte nach einer etwas durchwachsenen Saison mit zahlreichen Ausfällen den siebten Platz in der Bezirksklasse. Die Mannschaft lag immer im gesicherten Mittelfeld, kam aber nicht in die Nähe des dritten Platzes aus dem Vorjahr. Stärke der Mannschaft war wieder das vordere Paarkreuz mit Arne Brechmann (26:14 Spiele) und Mirko Fritzsche (22:15), wenn auch beide nicht so überragend waren wie in der vergangenen Saison. Hannes Kraft (7:3) konnte wegen des Studiums im Ausland nur an einigen Spielen der Vorrunde teilnehmen, während Swen Neugebauer in den 22 Saisonspielen nur ein einziges Mal fehlte und sowohl in der Mitte (14:14) als auch vorne (4:4) eine ausgeglichene Bilanz erspielte. Denis Salzmann hatte vor allem in der Vorrunde mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, kam aber auch auf eine ausgeglichene Bilanz (12:13) im mittleren Paarkreuz. Mannschaftskapitän Rolf Bischoff hatte, wenn er ins mittlere Paarkreuz vorrücken musste, Probleme (2:8), konnte aber auf seiner Stammposition im hinteren Paarkreuz zuverlässig punkten (9:9). Zum Ende der Rückrunde fiel er wegen einer Operation für vier Spiele aus. Der zur Rückrunde als Ersatz für Hannes Kraft in die Mannschaft gerückte Jörg Denfeld konnte voll überzeugen und erspielte eine 14:5-Bilanz, wobei er vor allem in knappen Situationen (Sätze in der Verlängerung, Fünfsatzspiele) mit einer sehr hohen Erfolgsquote beeindrucken konnte. Schwäche der Mannschaft waren wieder einmal die Doppel, mit einer Gesamtbilanz von 26:44 deutlich schlechter als die Einzel (114:107). Mehr als die Hälfte der Punkte ging auf das Konto von Brechmann/Fritzsche (14:5), auch Salzmann/Denfeld (5:3) konnten öfters punkten.

Die zweite Herrenmannschaft, nach der Hinrunde noch auf Platz sechs der Kreisliga, muss nach sehr schwacher Rückrunde mit nur einem Unentschieden und acht Niederlagen den Weg in die 1. Kreisklasse antreten. Die Gründe für den Abstieg sind vielfältig: Die Mannschaft musste ihren Spitzenspieler Jörg Denfeld (Hinrunde: 9:3 Spiele) an die erste Mannschaft abgeben, außerdem fiel Frank Assmann für die ganze Saison und Bernd Herwig verletzungsbedingt für die Rückrunde aus. Dass die Mannschaft auch oft auf Uwe Bischoff (10:10 im vorderen Paarkreuz) verzichten musste und viele Spieler ihrer Form hinterherliefen, erledigte den Rest. Jörg Kapfhammer, der in der Hinrunde sowohl im mittleren als auch vorderen Paarkreuz überzeugen konnte, musste in der Rückrunde oft als Spitzenspieler antreten und gewann nur noch drei seiner siebzehn Spiele. Dagegen konnten die aus der dritten Mannschaft aufgerückten Ralf Albert (7:8) und, mit Abstrichen, Markus Gebhard (5:9) regelmäßig punkten. Andreas Reeg gewann zwar im hinteren Paarkreuz die Hälfte seiner Spiele (5:6), blieb beim häufigen Aufrücken in die Mitte aber ohne Sieg. Von den zahlreichen Ersatzspielern zeichnete sich vor allem Dieter Bickel (7:1) aus, aber auch Detlev König (3:6) und Christoph Knopp (5:3) gewannen mehrfach. Ganz eindeutig werden die Personalsorgen im Doppel: Im Laufe der Saison setzte die Mannschaft 26 (!) verschiedene Doppelkombinationen ein, deren Erfolgsquote mit 40% aber immerhin etwas besser lag als die im Einzel (37%).

Die dritte Mannschaft belegte nach der Hinrunde noch Platz drei der 1. Kreisklasse, musste zur Rückrunde aber wegen der oben beschriebenen Personalprobleme die zwei erfolgreichsten Spieler der Vorrunde (Ralf Albert und Markus Gebhard) abgeben und fiel als schlechteste Rückrundenmannschaft mit nur einem Sieg auf Platz fünf zurück – in diesem Fall war das Punktepolster aus der Hinrunde ausreichend dick, um Schlimmeres zu verhindern. Spitzenspieler Detlev König, in der Hinrunde mit ordentlicher 5:7-Bilanz, brach, ähnlich wie Jörg Kapfhammer in der zweiten Mannschaft, in der Rückrunde ein und gewann nur noch drei von sechzehn Spielen, wobei auch alle sechs Fünfsatzspiele verloren gingen, zweimal sogar trotz einer 2:0-Satzführung. Besser erging es Christoph Knopp, der nach starker Hinrunde (8:2) von Position sechs auf Position zwei vorrückte und dort gut mithalten konnte (6:9). Steffen Jackwerth spielte sehr konstant und kam insgesamt auf 12:8 Spiele im mittleren Paarkreuz. Für Dieter Bickel war die Saison in der dritten Mannschaft – im Gegensatz zu seinen Galaauftritten in der Kreisliga – eher durchwachsen (9:12). Frank Scholz (4:9) und Guido van Gonnissen (3:6), die zur Rückrunde aus der vierten Mannschaft aufgerückt waren, konnten auf den hinteren Positionen gut mithalten, mussten beim Aufrücken in die Mitte aber durchweg Niederlagen einstecken. Die Doppel litten sehr darunter, dass Markus Gebhard und Ralf Albert in die zweite Mannschaft aufrücken mussten, da beide in der Hinrunde an (abwechselnd) erfolgreichen Doppeln, jeweils mit Christoph Knopp, beteiligt waren: Albert/Knopp (4:1) und Gebhard/Knopp (3:1) waren die einzigen Doppel (mit mehr als einem Einsatz), die eine positive Bilanz erspielten. Ansonsten punkteten Bickel/König regelmäßig (6:7).