Saisonzusammenfassung 2011/12, Teil 1

Eine sehr erfolgreiche Saison liegt hinter der Tischtennisabteilung des SV Seulberg, mit vier Titeln war es wahrscheinlich sogar die erfolgreichste der Vereinsgeschichte.

Zwar wurden drei der vier Titel von Mannschaften gewonnen, die letztes Jahr abgestiegen waren und sich jetzt wieder in ihre „angestammten“ Ligen zurück gespielt haben, trotzdem war es, vor allem bei der vierten Mannschaft, keine Selbstverständlichkeit, dass die Saison so gut laufen würde.

Kurz vor Beginn der neuen Saison, hier nun der erste Teil der Saisonzusammenfassung der Saison 2011/12, zunächst für die ersten drei Herrenmannschaften. Die vierte Mannschaft sowie der Nachwuchs folgen im nächsten Teil.

Die erste Mannschaft erspielte sich in der Bezirksklasse Süd mit 25:19 Punkten einen ordentlichen sechsten Platz, eine Position besser als im Vorjahr. In einer Liga mit großen Leistungsunterschieden erfüllten die Seulberger insgesamt die Erwartungen, ohne allerdings die sehr starken Leistungen von vor zwei Jahren wiederholen zu können, als sie den dritten Platz belegten. Die Leistung innerhalb der Mannschaft war sehr ausgeglichen, alle Spieler überzeugten mit positiven oder zumindest ausgeglichenen Bilanzen. Bei allen 22 Saisonspielen dabei waren die beiden Spitzenspieler Arne Brechmann (26:18) und Rüdiger Nowak (19:19), der nach zweijähriger Abwesenheit wieder zum SV Seulberg zurückgekehrt ist und den aus beruflichen Gründen abwesenden Mirko Fritzsche ersetzte. Denis Salzmann litt unter Verletzungsproblemen, kam aber trotzdem auf 12:7 Spiele und bildete mit Swen Neugebauer (16:14) ein stabiles mittleres Paarkreuz. Frank Wiegand, der nach drei Jahren im Ausland wieder für den SVS aufschlägt, hatte zu Saisonbeginn etwas Schwierigkeiten, steigerte sich aber bald wieder und erreichte am Ende eine 13:12-Bilanz (11:7 im hinteren Paarkreuz). Zur Rückrunde erzwangen die neu eingeführten Kriterien einen Wechsel des außer Form spielenden Rolf Bischoff (nur zwei Siege während der Vorrunde) gegen Frank Assmann, der sich mit 9:4 Spielen in der Rückrunde sehr gut in die Mannschaft einfügte. Wie schon in den Vorjahren waren die Doppel (33:35) weniger erfolgreich als die Einzel (104:96). Bestes Doppel waren Brechmann/Nowak mit 13:5 Spielen, auch die gegen Ende der Saison formierte Kombination Neugebauer/Assmann (4:0) startete vielversprechend.

Sehr souverän präsentierte sich die zweite Mannschaft, die die 1. Kreisklasse Gruppe 1 praktisch nach Belieben beherrschte und erst im vorletzten Spiel den ersten Gegenpunkt einstecken musste. Abgesehen von diesem Unentschieden gegen den Tabellenzweiten Hausen war das „knappste“ Ergebnis der Seulberger ein 9:4-Sieg, im Schnitt endeten die Spiele 9:1. Neben der Meisterschaft in ihrer Gruppe sicherte sich die Mannschaft auch die offizielle Meisterschaft im Spiel gegen den Meister der anderen Gruppe der 1. Kreisklasse und außerdem den Gewinn des Kreispokals. Dank der Qualität sowohl der eigenen als auch der Ersatzspieler war es für die Mannschaft auch kein Problem, dass kein Spieler an mehr als 15 der 18 Saisonspiele teilnahm. Bester Spieler der gesamten Liga war Jörg Denfeld (22:1), der erst im letzten Saisonspiel seine erste Niederlage kassierte. Auch auf Position zwei war die Mannschaft mit Uwe Bischoff (6:1), der lange verletzungsbedingt fehlte, sowie Frank Assmann (9:0) in der Hin- und Rolf Bischoff (10:2) in der Rückrunde bestens besetzt. Im mittleren Paarkreuz zeigten sich Jörg Kapfhammer (14:3) und Ralf Albert (15:2), die beide in der Rückrunde ohne Niederlage blieben, ihren Gegnern praktisch immer überlegen. Gleiches galt auch für Markus Gebhard (12:2), der wegen einer Verletzung erst verspätet in die Saison startete, und Dieter Bickel (10:1) im hinteren Paarkreuz. Jugendersatzspieler Lucas Kaufhold (3:2) fügte sich bei Bedarf ebenso gut in die Mannschaft ein wie Andreas Reeg (5:0), Christoph Knopp (3:0) oder die weiteren Ersatzspieler. Auch die Doppelbilanz der Mannschaft war – angesichts von 24 verschiedenen Doppelkombinationen – mit 46:9 ebenfalls sehr gut, beste Doppel waren Denfeld/Kapfhammer (13:0), R.Bischoff/Gebhard (7:1), die bei den diesjährigen Vereinsmeisterschaften den zweiten Platz belegten, und Albert/Bickel (6:2).

Spannend verlief die Saison bei der dritten Mannschaft. In der sehr ausgeglichenen 1. Kreisklasse Gruppe 2 waren bis kurz vor Schluss sowohl der Auf- als auch der Abstieg noch denkbar. Am Ende belegte die Mannschaft, die auf dem Papier her eher zu den schwächeren in der Liga gehört hatte, einen guten fünften Platz, punkt- und spielgleich mit dem vierten und außerdem punktgleich mit den Plätzen sechs und sieben und auch nur zwei Punkte vor dem Relegationsabstiegsplatz acht. Im vorderen Paarkreuz konnten Steffen Jackwerth (20:10) und Christoph Knopp überzeugen. Letzterer spielte bis Mitte der Rückrunde eine hervorragende Saison, kam aber durch eine Schwächephase im letzten Monat der Rückrunde (1:7 Spiele) nur noch auf 17:19 Spiele. Nachdem es in der Vorsaison nicht so gut bei ihm lief, zeigte Andreas Reeg diese Saison sowohl in der Vor- als auch in der Rückrunde stabil starke Leistungen und war mit 27:9 Spielen eine wichtige Stütze der Mannschaft. Auch Bernd Herwig, der zur Rückrunde von Position eins auf vier rutschte, konnte mit 10:6 Spielen in der Rückrunde (16:18 insgesamt) einen wichtigen Beitrag leisten. Detlev König, der verletzungsbedingt die gesamte Vorrunde fehlte, war auch in der Rückrunde noch ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt, gewann aber trotzdem die Hälfte seiner Spiele. Auch die Saison von Frank Scholz war eher durchwachsen, mit einigen Stärke- und Schwächephasen gewann er 13 Spiele bei 17 Niederlagen. Von den Ersatzspielern waren Jugendersatzspieler Olaf Latta (3:2) sowie Dieter Bahn (2:3) mehrfach erfolgreich. Die Doppelbilanz war mit 26:37 eher mäßig, überragend war lediglich das im Laufe der Saison geformte Doppel Knopp/Reeg, das etwas überraschend von Sieg zu Sieg eilte und auch im entscheidenden Schlussdoppel, zu dem es immerhin sieben Mal kam, fünf Mal siegreich vom Tisch ging (Gesamtbilanz: 15:5) und damit viele wichtige Punkte sicherte.